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Fledermauskasten Test: So finden Sie das richtige Fledermaushaus

Ein Ratgeber für Fledermauskästen – Im folgenden Beitrag möchten wir Sie auf das richtige Aufstellen von Fledermaushäusern aufmerksam machen und beraten.

Fledermäuse sind neben den Vögeln die einzigen Wirbeltiere, die fliegen können. Sie sind nahezu weltweit verbreitet und kommen auf jedem Kontinent, mit Ausnahme der Antarktis vor. Ebenfalls sind sie in der Regel nachtaktive Tiere. Zum Schlafen ziehen sie sich meist in Höhlen, Felsspalten, Baumhöhlen oder menschengemachte Unterschlüpfe zurück.

Früher wurden meistens die Dachböden kalt belüftet. Das heißt, dass der Dachboden dank kleiner Öffnungen im unmittelbaren Austausch mit der Außenwelt ist. Diese Öffnungen sind das Tor für Fledermäuse in einen dichten, trockenen, dunklen und größtenteils windstillen Schutz- oder Schlafraum. Auch alte leerstehende Gebäude dienen dem Artenschutz der Fledermäuse.

Doch in den letzten Jahren, in denen der Bauboom seine Höchstzeiten erreichte, wurde auf den bestehenden Häusern darauf gebaut, die alten und leerstehenden Gebäude abgerissen und Neubauten errichtet. Das mag für Außenstehende nicht schlimm klingen, aber in den Städten für die Fledermäuse existenzbedrohend.

Je mehr alte Schlafplätze der Fledermäuse zerstört werden, umso mehr gewinnen bewusst errichtete Fledermaushäuser an Bedeutung. Diese Häuser sind extra für Fledermäuse konzipierte Schlafplätze.

Die kurze Antwort: Die besten Fledermauskästen

  1. Habau 3017 Fledermauskasten
  2. Martenbrown Premium Dreikammer Fledermauskasten
  3. Gardigo Fledermauskasten 90536
  4. Esschert Design NKVM
  5. Schwegler 00139/9 Fledermaushöhle

Fledermauskästen unter der Lupe

Wenn Sie nun nicht selber einen Fledermauskasten bauen können, dann möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über käuflich erwerbbare Fledermauskästen geben.

Habau 3017 Fledermauskasten

Der Fledermauskasten aus dem Hause Habau bietet eine umweltfreundliche Überwinterungshilfe für Fledermäuse. Habau bietet seit mehr als 25 Jahren Qualitätsprodukte für den Innen- und Außenbereich.
Mit einem Maß von 29,5(B) x 15(T) x 46(H) Zentimeter überzeugt dieser Fledermauskasten mit einer verzinkten Dachfläche und extra angebrachten Leisten zur Erleichterung der Landung und des Abflugs.

Ebenso verspricht der Hersteller für Fledermäuse optimale Nistbedingungen in einem wind- und wettergeschütztem Fledermauskasten. Mit einer leichten und schnellen Anbringung kann der Kasten an der hinten schon vormontierten Leiste angenagelt, bzw. verschraubt werden.
Des Weiteren schreibt Habau einen Freiraum von mindestens ein bis zwei Metern seitlich und eine Montagehöhe von zirka vier Metern vor.

Martenbrown Premium Dreikammer Fledermauskasten

Dieser Fledermauskasten oder besser gesagt Fledermaushaus, fasst laut Hersteller bis zu 300 Fledermäuse. Die Maße des Kastens sind 61(H) x 35(B) x 10(T) Zentimeter. Gefertigt wurde dieser Kasten mit Kiefernholz und Außensperrholz.

Dieser Kasten wird vormontiert geliefert. Den Innenraum kleidet ein spezielles Nylongewebe aus, das den Fledermäusen ein leichteres Manövrieren im Haus ermöglicht. Über Lüftungslücken, die ein perfektes Zirkulieren im Inneren zulassen, verfügt das Fledermaushaus auch. Dieses Fledermaushaus wird in Deutschland gefertigt!

Nebenbei ist im Lieferumfang auch ein Lockmittel (10 Gramm) für Fledermäuse und Flughunde enthalten. Der Hersteller verspricht dadurch eine Erfolgsquote beim Anlocken von Fledermäusen im Vergleich zur Konkurrenz von 80 Prozent.

Gardigo Fledermauskasten 90536

Der sich in die Natur anschmiegende Fledermauskasten Gardigo 90536, besitzt an der Vorderseite zahlreich parallel angeordnete Rundhölzer. Die Maße sind 29(H) x 14(B) x 8(T) Zentimeter. Es ist ein natürlicher und witterungsbeständiger Fledermauskasten aus Rindenholz. Das Quartier ist an die Bedürfnisse von Fledermäusen angepasst.

Dank dem natürlichen Design, kann dieser Kasten perfekt getarnt in drei bis sechs Meter Höhe an den Baum montiert werden. Das bietet einen sicheren Schutz vor Katzen und anderen Feinden. Auf der Rückseite ist ein Aufhanghaken befestigt. Der Hersteller empfiehlt, mehrere solcher Kästen in einem größeren Abstand aufzustellen, um die Erfolgsquote zu steigern. Das Einstreuen von Fledermauskot könnte hier helfen.

Esschert Design NKVM

Dieser Fledermauskasten ist vor allem für kleinere Fledermausarten geeignet. Produktabmessungen ergaben die Maße von 40,1(H) x 16,5(B) x 19(T) Zentimeter. Ein für Gebäudefledermäuse perfektes Zuhause, da dieser Kasten ganz einfach an der Fassade montiert werden kann.

Der Zu- und Abflug wird durch Firmen-seitig angebrachter Landerillen begünstigt. Ohne viel Schnick Schnack fügt sich der Kasten perfekt an die Fassade Ihres Zuhauses.

Schwegler 00139/9 Fledermaushöhle

Das letzte von uns vorgestellte Produkt ist eine Fledermaushöhle gefertigt aus Holzbeton.
Die Maße sind 43(H) x 27(B) x 14(T) Zentimeter. Diese Höhle lässt sich dank verdrehbarer Schrauben perfekt reinigen, denn die Blende lässt sich im Handumdrehen entfernen.

Auch hier ist die Öffnung am unteren Ende, um dem Abfallen des Kots zu begünstigen. Das Landebrett wurde firmenseitig eingefräst, um die Griffmöglichkeit der Fledermäuse zu erhöhen.

Montiert werden kann die Fledermaushöhle ganz fix, denn der Hersteller hat einen Draht zusammengebunden, der jeweils an beiden Seiten von Schrauben fixiert wird.

Unterscheiden der Art

Die Fledermäuse, die in Europa größtenteils vorkommen, werden je nach Sommerquartier in zwei unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Die Wald- und die Gebäudefledermäuse.

Die Bedrohung der Gebäudefledermaus ist somit auch der Bauboom verantwortlich, der alte leerstehende Gebäude für die Bauträger interessant macht, um neue Domizile zu schaffen.

Der Waldfledermaus macht die Monokultur der Forstwirte und die Holzschlägerung zu schaffen. Alte Bäume, die vielleicht nur mehr zehn Meter hoch sind und große Löcher haben, sollten auf jeden Fall stehen gelassen werden, denn diese Bäume werden von fliegenden Wirbeltieren, zu denen auch die Waldfledermaus gehört, bewohnt.

Kästen für Waldfledermäuse

Diese Art liebt vorwiegend in der Natur, also sprich außerhalb der menschlichen Siedlungen. Meist sucht sie sich Höhlen in morschen Bäumen oder ehemalige Specht-Behausungen. Auch Spalte hinter einer ablösenden Rinde können als Schlafplätze dienen.

Durch zeitgemäße Forstwirtschaft ist der Bestand von Alt- und Totholz stark zurückgegangen, genauso wie aufgrund der Schlägerung die Futterquelle von Spechten und damit auch von Fledermäusen stark reduziert wird.

Die vom Menschen angebrachten Kästen für Waldfledermäuse imitieren vom Specht verlassene Höhlen, oder morschen Löchern in Bäumen. Ebenso gibt es Flachkästen, die engen Spalten hinter einer abstehenden Rinde eines Baumes imitieren.

Es dauert natürlich immer eine gewisse Zeit, bis die Kästen von den Waldfledermäusen angenommen werden. Es kann auch vorkommen, dass die Kästen einige Jahre unbewohnt bleiben. Von dem her lassen Sie die Kästen einfach hängen, vielleicht sind sie ja schon in Betracht von diversen Fledermäusen gekommen.

Die empfohlene Einbauhöhe von Kästen für Waldfledermäusen ist zirka drei bis vier Meter. Am besten an Bäumen, um der natürlichen Umgebung so nah wie möglich zu kommen. Seltener können auch freistehende Kästen verbaut werden.

Die Höhe erschwert aber Raubtieren, wie zum Beispiel Katzen das Erlangen der Kästen, und Fledermäuse profitieren durch das leichte Starten und Landen. Um den perfekten Standort für die Waldfledermäusen zu finden, könnten Sie Ausschau nach naturnahen Wäldern, vielleicht in Nähe eines Sees, um deren Nahrungssuche zu begünstigen.

Kästen für Gebäudefledermäuse

Wie der Name es schon verraten mag, haben sich diese Fledermäuse, die ursprünglich auch aus dem Wald stammen, an die Menschen und deren Kultur angepasst. Wie Eingangs schon beschrieben, nutzen diese Fledermäuse die Löcher, Öffnungen und Ritzen an Gebäuden, um hier einen Schlafplatz zu finden. Aber da bei Neubauten und energetischen Sanierungen das Ziel ist, die Gebäudehülle möglichst lückenlos und dicht gegen Zugluft, bzw. Wärmeverluste abzudichten, müssen auf vom Menschen künstlich errichtete Plätze zurückgegriffen werden.

Bei Fledermauskästen für Gebäudefledermäuse handelt es sich meist um Flach-, Tief- oder Großraumkästen. Die Flachkästen, die eher für spalten bewohnende Arten sind, werden üblicherweise an der Fassade angebracht. Da den Fledermäusen der Start, bzw. die Landung erleichtert werden sollte, muss der Kasten möglichst hoch (mindestens 4 Meter) aufgehängt werden und unterhalb sollten keine Hindernisse sein, die die Fledermäuse beeinträchtigen könnten.

Je nach Quartier wird ein vor der Witterung geschützter Platz auf der sonnenintensiven Seite des Hauses empfohlen. Ebenso sollten Sie bei der Standortsuche darauf achten, dass die Kästen nicht neben einem Fenster montiert werden, denn dies kann zu erhöhter Lärm- oder Vibrations-Belästigung führen, wenn Sie das Fenster regelmäßig öffnen oder schließen.

Das Gleiche gilt für Fledermausarten, die sich bevorzugt an geöffneten Dachböden niederlassen. Diese sollten an hohen Bauwerken, wie Brücken oder Türmen aufgehängt und gegen Starkwind gesichert werden. Auch ebenso sollte hier ein Standort mit bestmöglichem Wetterschutz und freiem An- und Abflugbereich gewählt werden.

Wahl der Größe

Die Körpergröße der Fledermäuse variiert sehr stark. Es gibt Fledermausarten, die daumengroß sind (Zwergfledermaus), bis hin zu einer Größe von einem Handteller (Großer Abendsegler).

Zudem gibt es Tiere, die bevorzugt in einer Kolonie leben, oder vermehrt in kleineren Gruppen, kann aber auch innerhalb der Art stark variieren. Ebenso gibt es Arten, die zu Dutzenden oder gar Hunderten im engen Körperkontakt leben und dicht gedrängte Trauben bilden.

Entsprechend der Art, benötigen die Tiere an ihre Körper, bzw. Gruppengrößen angepasste Kästen. Denn es gibt nicht den einen Kasten, der sich für jede Fledermaus eignet. Hier sollte immer individuell, bzw. artspezifisch unterschieden werden.

Anforderungen an das Quartier

Es gelten unterschiedliche Anforderungen der Fledermauskästen. Grundsätzlich werden zwischen vier verschiedenen Quartieren unterschieden.

  • Winterquartier
  • Wochenstubenquartier
  • Sommerquartier
  • Paarungsquartier

Das Winterquartier

Ein Winterquartier für Fledermäuse, muss ruhig gelegen sein, eine hohe Luftfeuchtigkeit ausweisen und sollte nebenbei frostfrei sein. Allerdings sollte es sich nicht zu stark erwärmen, um deren Winterruhe gewährleisten zu können.

Diesen Anforderungen werden meist dickwandigen Hohlräumen, wie Bäume, Erdlöcher, bzw. massiven Bauwerken gerecht. Normale Fledermauskästen erfüllen die Bedingungen eines Winterquartiers nicht und werden zur Überwinterung nicht genützt.

Dafür können aber in den Wintermonaten die normalen Fledermauskästen für Instandhaltungsarbeiten genützt werden, denn die Fledermäuse suchen sich in der Regel ein Winterquartier auf.

Das Wochenstubenquartier

Das Wochenstubenquartier erfüllt die Bedingungen, die weibliche Tiere für die Versorgung ihrer Jungen benötigen. Hier werden die Jungen auf die Welt gebracht, dort aufgezogen und fleißig gefüttert. Die Bedingungen des Wochenstubenquartiers sollten sehr stabil sein, da der Nachwuchs sehr empfindlich gegenüber Änderungen der Temperatur ist.

Da die meisten Weibchen normalerweise in der Wochenstube in kleinen Kolonien von mindestens 20, bzw. artspezifisch in noch größeren Gruppen miteinander hausen, muss das Quartier groß genug sein, um vielen Tieren genügend Platz bieten zu können.

Natürlich sollten auch diese Kästen fest verschraubt oder befestigt werden, um den größtmöglichen Halt gegen Wind zu bieten.

Das Sommerquartier

Nach dem Verlassen des Winterquartiers leben die Männchen im Sommerquartier, die von den Weibchen und deren mittlerweile großgezogenen Jungen heimgesucht werden. Dieses Quartier nützen die Fledermäuse meist bis in den Herbst hinein.

Montiert werden sollte das Sommerquartier an einem halbschattigen Standort (zum Beispiel unter einem Dachüberstand), da sich die Quartiere in einer zu intensiven Sonneneinstrahlung sehr aufheizen könnte, dass es für diverse Arten nachteilig wäre. Manche Arten benötigen noch vor dem Winterquartier ein eigenes Plätzchen um sich paaren zu können.

Das Paarungsquartier

Bei vielen Fledermausarten findet die Paarung noch im Sommer oder erst im Herbst- Winterquartier statt. Doch bei einigen Arten (zum Beispiel großer Abendsegler), die eine der größten europäischen Fledermausart ist, sucht das Männchen Paarungsquartiere auf, zu dem es mit einer artspezifischen Duftmarkierung und Paarungsrufen, etwaige paarungsbereite Weibchen lockt.

Diese Paarungshöhlen werden in der Regel von den Männchen alleine besetzt und gegen mögliche Konkurrenz vehement verteidigt. Die Paarungsquartiere können auch etwas Kleiner gestaltet werden, da sie in der Regel nur Platz für zwei Fledermäuse bieten muss.

Bauweise

Bei dem Bau eines Fledermauskastens müssen hinsichtlich der Gestaltung viele Aspekte berücksichtigt werden. Im Internet und in der Fachliteratur finden sich eine Vielzahl an verschiedenen Kastentypen.

  • Flachkästen
  • Tief- und Rundkästen
  • Großraumkästen

Flachkästen

Unter Flachkästen kann man sich verkehrt-montierte Briefkästen vorstellen. Diese sind für spalten bewohnende Feldermäuse ausgerichtet, die einen engen Kontakt zu Wänden bevorzugen. Sie können für Wald- oder Gebäudefledermäuse benützt werden.

Um eine Vielzahl von Fledermausarten abdecken zu können, sollte der Flachkasten nach oben hin verjüngt werden, somit ist der Kasten für mehrere Arten unterschiedlichster Größe geeignet.

Die einem Schlitz ähnelnde Öffnung ist üblicherweise nach unten gerichtet. Das hat mehrere Vorteile. So kann zum Beispiel der Kot ohne Probleme herausfallen, Start und Landung werden aufgrund der natürlichen Nachahmung begünstigt und der Kasten wird weniger oft von Vögeln bezogen.

Tief- und Rundkästen

Tief-, bzw. Rundkästen ähneln in der Größe und dem Aussehen von Spechthöhlen. Im Handel gibt es solche Kästen, die sich ohne viel Aufwand in Vogelkästen umbauen lassen. Rundkästen gleichen einem Kasten für Vögel, aber mit dem Unterschied, dass die Blende anstatt eines runden Loches, einen länglichen Schlitz aufweist.

Manche Tiefkästen können durch den Einsatz von kleinen Zwischenwänden in mehrere Räume unterteilt werden. Der Übergang zum Großraumkasten ist hier fließend.

Großraumkästen

Dieser Kasten, wie der Name es schon verraten mag, ist für Tiere, die entweder größer sind, oder in einer Kolonie leben. Ach hier kann der innere Bereich mittels räumlichen Trennungen unterteilt werden, an denen sich die Fledermäuse dann festkrallen können.

Materialien

Für den Bau von Fledermauskästen sollte vor allem auf natürliche Rohstoffe zurückgegriffen werden. Wenn Sie sich für das Material Holz entscheiden sollten, dann beachten Sie bitte, dass die Verwendung ausschließlich in naturbelassenem Zustand ohne jegliche Behandlung erfolgt. Die Tiere sind sehr empfindlich auf kleine Rückstände diverser Chemikalien.

Lieber die wahrscheinlich nicht so lange und beständige Lebensdauer des natürlichen Materials in Kauf nehmen, dafür aber gesunde und sich wohlfühlende Fledermäuse.

Für die Dachkonstruktion muss Ihnen klar sein, dass diese dicht zu gestalten ist. Auch hier sollten Sie beachten, dass bei der Verarbeitung von Dachpappe (Teerpappe), bei zu hoher Sonneneinstrahlung, sich die Pappe erwärmen und der Teer hinunter tropfen und somit verkleben kann.

Um Ihren Kasten so selbstreinigend wie nur möglich zu gestalten, ist zu empfehlen, die Öffnung nach unten zu erschließen. Somit kann der von den Fledermäusen abgegebene Kot nach unten entweichen, ohne sich den Schlafplatz zu ruinieren.

Damit sich die Fledermäuse bestens festkrallen können, sollte darauf Acht gegeben werden, dass die Rückwand aus weichem Holz gefertigt wird. Ebenso können Sie die Oberfläche der Innenseite leicht aufrauen, oder mit Querrillen versehen. Das Gleiche gilt bei der Zugangsöffnung. Hier können Sie ebenfalls ähnliche Hilfen einbauen, um den Fledermäusen die Landung zu erleichtern.

Bei der Zugangsöffnung gibt es eine goldene Regel. Diese sollte sich an die kleinste gewünschte Fledermausart, bis hin zur größten Art orientieren. Dieser Umfang stellt die perfekte Öffnung für Fledermäuse dar. Das hängt von der jeweiligen Art der Fledermaus ab. Um konkrete Zahlen zu nennen, müssen Sie die Art kennen.
Aber mit einem Spalt von zirka 20 bis 40 Millimetern sollten die meisten Fledermausarten problemlos ihr Quartier anfliegen, hineinkommen und verlassen können.

Kontrolle und Instandhaltung

Diverse natürliche Baustoffe, die am nächsten dem gewohnten Zuhause der Fledermäuse nahekommt sind wohntechnisch zwar gut und an die Bedürfnisse der Fledermäuse angepasst, können aber durch starke Witterung, sowie durch Frost, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung aber auch Kot stark beschädigt werden.

Um dem Totalschaden bestmöglich vorbeugen zu können, empfehlen wir, regelmäßig die Kästen zu inspizieren.

Mindestens jährlich sollten die Fledermauskästen unter die Lupe genommen werden. Auch dann, wenn sich äußerliche keine großen Mängel zeigen sollten. Nebenbei könnten auch Wespen oder Hornissen den Kasten befallen und ein Nest bauen.

Die Inspektion sollte dann gewählt werden, wenn die Fledermäuse die Kästen nicht bewohnen.

Sind nicht gewünschte Einsiedler anzutreffen, sollten diese mit größtmöglicher Fürsorge entfernt und zum Beispiel an einen anderen Platz gebracht werden. Ebenso könnte ein Befall von Schädlingen im Kasten möglich sein.

Bitte hier nicht mit Insektiziden den kompletten Kasten fluten, denn die Fledermäuse reagieren sehr empfindlich auf Chemikalien. Bevorzugen Sie der chemischen Reinigung, die mechanische Entfernung der unerwünschten Gäste.

Im schlimmsten Fall könnten Sie eine schwache Seifenlauge verwenden, manche Experten raten aber davon ab.

Ich hoffe, wir konnten Ihnen einen kleinen Einblick in die Haltung dieser Tiere geben. Ob Sie nun Fledermauskästen kaufen oder selbst bauen, bleibt Ihnen überlassen. Doch bitte achten Sie auf die korrekte Anwendung der Materialien und auf den richtigen Standort.

Wir wünschen Ihnen baldigen Einzug von Fledermäusen in Ihren Kästen und gutes Gelingen!


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