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Die 25 Fledermausarten in Deutschland vorgestellt

Weltweit gibt es etwa 900 Arten von Fledermäusen. In Europa wurden 53 verschiedene Arten nachgewiesen und in Deutschland leben diese 25 Arten von Fledermäusen:

Alpenfledermaus

Die Alpenfledermaus besitzt ein langes und braunes Rückenfell. Dieses weist einen goldenen Schimmer auf, der sich deutlich von der weißen Unterseite unterscheidet. Sie lebt häufig in felsigen, bergigen Gebieten, kann aber auch in Städten vorkommen. Sie wurde sogar schon in 3300m Höhe gefunden und stellt damit den Rekord in Europa.

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Bechsteinfledermaus

Die Bechsteinfledermaus ist Deutschlands bekannteste Fledermaus, da diese Art dort am häufigsten vorzufinden ist. Sie hat besonders lange und breite Ohren und ist rötlich-braun. Im Sommer hat sie bis zu 50 Baumhöhlen, da sie wöchentlich ihr Quartier wechselt.

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Braunes Langohr

Das braune Langohr hat sehr große, braune Ohren. Diese ermöglichen es dem Tier die Beute besonders gut zu lokalisieren. Es wird häufig mit der Bechsteinfledermaus verwechselt, da diese sich sehr ähnlich sehen. Das braune Langohr ist hauptsächlich in Wäldern mit mehrstufigen Schichten auffindbar.

Breitflügelfledermaus

Anders als die bisher vorgestellten Arten, lebt die Breitflügelfledermaus hauptsächlich in Gebäuden und versteckt sich zwischen Wänden. Sie fliegt auch langsam und ist daher für Beobachter gut zu sehen. Bisher ist sie weniger erforscht, da sie im Winter sehr gute Verstecke besitzt und schwer auffindbar ist.

Fransenfledermaus

Der besondere Name dieser Art kommt durch die kleinen Borsten an der Schwanzflughaut, die fransenartig wirken. Eine weitere Besonderheit ist, dass sie in Kuhställen aufzufinden ist und dort die zahlreichen Fliegen frisst. Sie jagt aber auch Insekten am Boden.

Armin Kübelbeck —Kuebi 19:11, 29 May 2007 (UTC), Chiroptera 02, CC BY-SA 3.0

Graues Langohr

Die Besonderheit des grauen Langohrs sind nicht nur die langen, grauen Ohren sondern auch die Fähigkeit, dass es dieser Art möglich ist ihre Ultraschallrufe sowohl durch den Mund, als auch durch die Nase abzugeben. Sie ist hauptsächlich in städtischen Gebieten zu finden und zieht ihr Junges in Dachstühlen auf.

Олексій Титов та Ігор Загороднюк, Str503-plecotus-austriacus-(foto1), CC BY-SA 3.0

Große Bartfledermaus

Da sich die große Bartfledermaus hauptsächlich von Schmetterlingen und Schnaken ernährt, jagen sie an Baum- und Häuserreihen, die sie patroullieren. Früher wurde unterschieden zwischen großer und kleiner Bartfledermaus anhand derer Zähne aber da diese Unterschiede teilweise so gering waren, wurden sie zu einer Art zusammengefasst.

N.Vėlavičienė, uploaded to lt.wikipedia by Algirdas in september 2004, Myotis brandtii3, CC BY-SA 3.0

Große Hufeisennase

Diese Fledermaus Art besitzt charakteristisch für ihren Namen einen Sattelfortsatz auf der Nase, der einem Hufeisen gleicht. Mit diesem ist es der Fledermaus möglich, gezielte Ultraschallklänge abzugeben und sich mit der Beute im Maul zum Ort des des Fressens zu begeben. Sie ist in Deutschland nur in der Pfalz auffindbar und wäre um 1950 fast ausgestorben.

Großer Abendsegler

Der große Abendsegler ist ein besonders schneller Jäger. Dieser Art ist es möglich Geschwindigkeiten von bis zu 60km/h aufzunehmen aber sie jagen zwecks des zu hohen Energieverbrauchs solcher Geschwindigkeiten nur bei bis zu 40km/h. Sie ist auch einer der größten Fledermausarten Europas.

Großes Mausohr

Das große Mausohr wird oft als Kirchenmaus bezeichnet, da diese Art sich in besonders großen und weiten Stuben zu Hause fühlt. Es kann sogar sein, dass eine Fledermaus ihr Leben lang das Selbe Quartier in einer Kirche bezieht. Diese Art jagt, wenn sie der Beute besonders nah ist, mit ihrem Geruchssinn.

Kleine Bartfledermaus

Die kleine Bartfledermaus ist durch ihre versteckte Lebensweise kaum erforscht. Auch kann sie vom Klang des Ultraschnalls nicht von der großen Bartfledermaus unterschieden werden. Da sie nur in etwa 4cm groß wird, ist sie eine der kleinsten Arten Europas.

Kleine Hufeisennase

Die kleinere Art der Hufeisennasen ist durch ihr Gewicht von maximal 9g die kleinste Hufeisennasenart Europas. Sie ist eine in Deutschland selten vorkommende Art, da sie wie die große Hufeisennase um 1950 einen großen Bestandseinbruch hatte. Eine weitere Besonderheit ist, dass sie in ihren Flügeln eingehüllt, den Tag hängend verbringt.

Kleiner Abendsegler

Der kleine Abendsegler ist wie auch der große Abendsegler eine besonders schnelle Fledermausart. Sie legt sogar weite Strecken zurück -> Bis zu 1500km. Sie ist eine typische Waldfledermaus mit langen und schmalen, gestreckten Flügeln. Diese ermöglichen ihr erst die schnellen Flugmanöver.

Manuel Werner, Nürtingen, AG Fledermausschutz Baden-Württemberg, Nyctalus leisleri, CC BY-SA 3.0

Kleines Mausohr

Das kleine Mausohr unterscheidet sich nicht wesentlich vom großen Mausohr. Diese Art besitzt allerdings meist einen kleinen, hellen Fleck auf der Stirn. Sie ist inbesondere durch ihre verringerte Größe weitaus wendiger als der “große Bruder“ und ist häufig in Österreich und der Schweiz zu Hause. Diese Art frisst hauptsächlich Heuschrecken.

Mopsfledermaus

Da die Mopsfledermaus eine sehr gedrungene Nase besitzt, ähnlich der der Hunderasse, bekam sie so ihren Namen. Durch ihr besonders Aussehen ist es nicht möglich, sie mit anderen Fledermausarten zu verwechseln. Eine weitere Besonderheit ist ihr Fressverhalten. Sie hat sich auf Klein- und Nachtschmetterlinge spezialisiert und frisst diese vorwiegend.

Mückenfledermaus

Die Mückenfledermaus wurde früher oft mit der Zwergfledermaus verwechselt und ist auch erst seit 1995 eine eigene Unterart der Fledermäuse. Sie ist sogar Deutschlands kleinste Fledermaus Art und sie ist erkennbar durch den weitaus höhreren Ultraschallruf im Vergleich zur Zwergfledermaus. Sie ernährt sich hauptsächlich von Eintagsfliegen und/oder Zuckmücken.

Nordfledermaus

Die Nordfledermaus ist weniger in Deutschland, sondern in Schweden und Nordeuropa anzutreffen. Dabei ist sie mehr in Höhenlagen vorzufinden, die besonders waldreich sind. Die Besonderheit dieser Art ist, dass diese sich ausschließlich von Fluginsekten wie beispielsweise Eintagsfliegen ernährend. Im Frühling und Herbst jedoch, werden vor allem Nachtschmetterlinge gejagt.

Nymphenfledermaus

Die Nymphenfledermaus ist die bis heute zuletzt gefundene, neue Art der Fledermäuse. Im Jahre 2001 wurde sie als eigene Art anerkannt. Dabei findet man sie von Griechenland bis hin nach Schweden. Wichtig für diese Art ist, dass sie sich immer nahe eines Gewässers aufhalten, welches teilweise mit Pflanzen bewachsen ist, für Schutz und Fressen.

Rauhautfledermaus

Die Rauhautfledermaus ist eine Wanderfledermaus denn sie legt von ihren Winter- zu Sommerquartieren weit über 1000km zurück. Ihr Hauptunterscheidungsmerkmal zu anderen kleinen Fledermausarten ist, dass sie einen längeren fünften Finger besitzt. Ihr Besiedlungsgebiet ist überall dort wo es feucht ist. Heißt nahe Tümpeln, Mooren, Gewässern etc.

Teichfledermaus

Durch ihre großen Hinterfüße, jagt die Teichfledermaus ihre Beute mit diesen und fängt kleinere Insekten an der Wasseroberfläche. Auch sie ist eine Wanderfledermause, allerdings liegen Winter- und Sommerquartier “nur“ mehrere Hundert Kilometer voneinander entfernt. Die Teichfledermaus ist durch ihr ähnliches Aussehen leicht mit der Langfußfledermaus zu verwechseln aber in Deutschland kommt diese nicht vor sondern nur in den Balkanländern.

Wasserfledermaus

Die Wasserfledermaus ist die einzige Fledermausart, der es möglich ist sogar Fische zu fangen. Sie fängt ihre Beute entweder direkt mit dem Mund oder nutzt ihre Schwanzflughaut als Kescher, um die Beute zu ihrem Mund zu befördern. Wie der Name bereits vermuten lässt, jagt sie ausschließlich am Wasser.

Weißrandfledermaus

Die Weißrandfledermaus lebt oft in der Nähe von Siedlungen, wo sie auch jagt. Sie trägt ihren Namen durch einen kleinen, weißen Rand am äußeren Rand ihrer Armflughaut. Sie ist eine sehr kleine Art, wodurch sie verwechselt werden könnte mit anderen Fledermausarten, wäre da nicht der weiße Streifen.

Wimperfledermaus

Die Wimperfledermaus hat aufgrund ihrer vereinzelt auftauchenden, gekrümmten Härchen an der Schwanzflughaut, die wie Wimpern aussehen, den Namen bekommen. Sie ist äußerst selten und taucht nur in warmen Gebieten wie Südost-Bayern auf. Auch sie jagt gern in warmen und besonders fliegenreichen Kuhställen.

Zweifarbfledermaus

Die Zweifarbenfledermaus besitzt direkt zwei Alleinstellungsmerkmale. Zum einen besitzt sie 4 Milchsitze und zum anderen die namensgebende Fellverfärbung. Der Bauch ist hierbei weißgrau und das Rückenfell schwarzbraun mit weißen Haarspitzen. Auch ist zu erwähnen, dass diese Tiere in Kolonien von mehreren Hundert Tieren unterwegs sein können.

Zwergfledermaus

Diese Art ist wieder einmal eine der kleinsten Deutschlands und auch Europas. Gerade einmal so groß wie eine Streichholzschachtel und so schwer wie ein Stück Schokolade. Im Sommer ist diese Art insbesondere am Marburger Landgrafenschloss auffindbar.

photo by Jeffdelonge Vantoux-et-Longevelle France, Pipistrellus pipistrellus01, CC BY-SA 3.0

Einige der Arten sind vom Aussterben bedroht. Hängen Sie sich doch einfach einen Fledermauskasten in den Garten, um ein paar Fledermäusen ein sicheres Zuhause zu bieten. Das kostet Sie nicht viel Geld, sichert den Fledermäusen aber ihre Existenz.


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