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Fledermaus Nahrung: Was essen Fledermäuse?

Fledermaus Nahrung – Sind Fledermäuse wirklich Vampire? Wir alle kennen Sie und wissen doch nicht so umfangreich viel. Sie haben nichts mit Halloween und Aberglaube zu tun. Auch erinnern sie bestenfalls an blutsaugende Vampire in Gruselgeschichten.

Warum lehren Sie uns das Fürchten und werden sogar vergiftet? Sie haben so gar nichts Sympathisches auf den ersten Blick! Aber die Wissenschaft lehrt uns was anderes.

Fledermaus Nahrung: Dem Geheimnis auf der Spur

Fledermäuse sind weltweit die einzigen Säugetiere, die als Wirbeltiere neben den Vögeln die Kunst des Fliegens perfekt beherrschen. Zur Ordnung der Fledertiere gehörend, schlafen sie kopfüber hängend. Die Fledermäuse sind in dieser Stellung in Höhlen und die Flughunde, die zur gleichen Ordnung gehören, findet man dagegen oft an Bäumen.

Wissen in Kürze

Weltweit, mit Ausnahme in dauerhaft sehr kalten Gegenden, findet man mehr als 1000 Arten von Fledermäusen. In Europa leben bis zu 40 Arten und davon in Deutschland 25. Das Lebensalter, der auch Flattermäuse genannten Tiere, liegt maximal bei 30 Jahre. Es ist als kleinstes Säugetier bekannt.

Die kleinste Fledermaus hat nur ein Gewicht von 2 Gramm, eine Körperlänge von 3 cm und wird Hummelfledermaus genannt. Dagegen lebt die Gespenstfledermaus mit 60 cm Flügelspannweite und 14 cm Rumpflänge in Australien und wiegt 200g.

Unsere europäischen Fledermäuse halten den Winterschlaf, hängend in dafür geschützte Räume z.B. die Kalkberghöhle in Bad Segeberg. Angesammelte Fettvorräte helfen, die Körpertemperatur so zu senken, dass noch genug Sauerstoff transportiert wird und nach der Winterruhe noch zum Wach werden reicht.

Mit Ultraschall und Echolot

Mit gekonnten Manövern in der Luft sind sie fliegende Künstler und übertreffen die Vögel bei weitem an Geschicklichkeit. Als nachtaktive Jäger können sie nicht mit den Augen sehen. Sie senden unhörbare Laute per Ultraschall aus und fangen das Echo mit den Ohren ganz sauber ein.

Mittels Flughäute zwischen Armen, Beinen, Schwanz und Fingerknochen jagen diese so leidenschaftlich alle Insekten.

Das dichte und glänzende Fell ohne Haarstrich, erscheint in den Farben grau bis braun, aber auch weiß oder bunt. Deutlich lassen sich die Arten durch spezifische Haare mit individuellen kleinen Schuppen voneinander unterscheiden.

Die Flügel arbeiten rotierend und der Schwanz besitzt eine Haut, die zum Lenken und Bremsen dient. Atmung und Herz vergrößern sich während dessen enorm.

Ernährung und nützliche Folgen

Bei der Jagd lieben sie zarte Mücken, können aber auch Menschenhaar geschickt und unbemerkt ausweichen. Besonders an Lichtquellen spüren sie Insekten auf. Diese nächtlichen Gelage dienen dem Menschen insoweit, dass bis 90 % der Schädlinge in Land- und Forstwirtschaft reduziert werden.

Die in Deutschland bekannteste, einheimische Langohrfledermaus gilt als die fleißigste hinsichtlich der Schädlingsbekämpfung im Garten sowie in der Kulturlandschaft.

Lebensweise

Sie nutzen zum Winterschlaf den Dachboden alter Scheunen, Gewölbe oder auch Baumhöhlen. Ist dieser vorbei, wird nur noch am Tag geschlafen, aber nachts geht es auf die Insektenjagd. Bevorzugt gefressen werden in unseren Regionen Mücken, Käfer und Nachtfalter.

In den Tropen dagegen leben viele Arten vegetarisch von Früchten und deren Nektar. Ein so wertvoller Dienst der Blütenbestäubung und Samenverbreitung erfolgt ganz nebenbei.

Exoten und Seltenheiten

In Afrika sowie in anderen Landesbereichen auf der Welt gibt es durchaus auch größere Arten, die sich vielfältig von Fischen, kleinen Vögeln oder Nagetieren ernähren. Die Anfangs erwähnten Vampirfledermäuse sind nur auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet. Tatsächlich dient ihnen das Blut anderer Tiere als Nahrung.

Vampirefledermäuse

Die Vampirfledermäus unterscheidet sich in 3 bekannten Arten und ist südlich von Amerika und einigen Inseln zu Hause. Sie gehören zu den Größten dieser Art und haben eine Kopfrumpflänge von fast 10 cm.

Die Flügelspannweite schafft es auf bis zu 40 cm und das Gewicht überschreitet keine 50 g.
Sie wirken auf den ersten Blick schon gigantisch, da sie sich auch zu Fuß sowie spinnenartig bewegen können. Auch die Zahnausbildung ist speziell der Ernährung verstärkt angepasst.

Beachtenswertes Sozialmodell des Vampirs

Sie haben ähnlich wie ihre Kollegen, eher bescheidene Ansprüche an ihren Lebensraum. Aber sie leben bis zu 100 Artgenossen zusammen in der Gruppe. Das soziale Miteinander ist hervorragend ausgebildet und bezieht sich einerseits auf die gegenseitige Fellpflege.

Andererseits werden weniger erfolgreiche Tiere mittels Heraufwürgen des erbeuteten Blutes mitversorgt.

Blut für den Vampir

Die seltenen Vampirfledermäuse sind die einzigen, die sich als Säugetiere allein aufs Blut als Nahrung beschränken. Schon die nahen Artverwandten steigen auf Früchte, Käfer und andere Alternativen um.
Mit den wundersamen wärmeabhängigen Sensoren finden die Spezialisten genau die Venen ihrer Beute und immer dieselbe bleibt. Die besagte Körperpartie wird durch Ablecken betäubt, bevor es zum Biss kommt. Die kleinen Tiere können maximal 30 ml Blut aufnehmen.

Zur Beruhigung bzw. Entwarnung gilt, dass die eigentliche Gefahr letztendlich eher in der Infektion der kleinen Wunde als am Blutverlust durch den minimalen Biss des Vampir liegt.

Die unglaublichen Fledermäuse

Fledermäuse sind einfach unglaublich Tiere, die uns Menschen viele Vorteile bringen. Leider sind sie hierzulande gefährdet und sind auf Ihre Hilfe angewiesen.

Gefährdung der fleißigen Insektenjäger

Durch Nichtwissen oder Unkenntnis vernichten wir Menschen oft die Fledermäuse unbemerkt. Wir grenzen den Lebensraum durch Schädlingsbekämpfungsmittel so extrem ein, dass durch die Vergiftung der Insekten jegliche Nahrung für Fledermäuse knapp wird.

Sommer und Winterquartiere fallen immer mehr der Globalisierung zum Opfer. Wenn man bedenkt, dass eine Fledermaus bis 1000 Mücken pro Nacht verspeisen kann, ist es untragbar, welche Plage ohne die kleinen Helfer für uns Menschen entstehen kann.

Schützenwerte Tiere

Wir können sorgen und vor allem den empfindlichen Nachwuchs schützen helfen. Nach der Verpaarung im Herbst werden in der Regel 1-2 nackte und blinde Jungtiere im Frühsommer geboren. Sie werden gesäugt und ab spätestens 8 Wochen selbstständig.

In dem wir z.B. Fledermauskästen anbringen oder Dachböden offen halten kehren die Fledermäuse vermehrt zurück. Sie können sich durch Senkung der Insektizid Gaben gänzlich wieder vermehren und das Gleichgewicht in der Natur naturnah regeln.

Der Winterschlaf ist in unseren Breitengraden sicher zu ermöglichen, indem natürliche Feinde keinen Zugriff bekommen. Ein Schutz vor schlechtem und kaltem Wetter bieten z.B. stillglegte Stollen oder alte Ruinen mit konstanten Lebensbedingungen.

Wunder der Natur

Unsere erst gefürchtete Vampirfledermaus im Dschungel ist nach neustem Wissenstand für die Medizin eine Hilfe. Im Speichel ist ein Stoff enthalten, welcher die Gerinnung des Blutes stoppt. Diese Substanz kann den Schlaganfallpatienten helfen, dass Blutgerinnsel im Gehirn schnell zu entfernen bzw. sogar völlig aufzulösen.


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