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Was ist der natürliche Lebensraum von Fledermäusen?

Fledermäuse sind dafür bekannt, nicht ständig im selben Lebensraum angetroffen zu werden. Je nach Art der Fledermaus suchen sich diese im Laufe des Jahres unterschiedliche Plätze, welche in den meisten Fällen mit dem Jagdrevier zusammenhängen. Sie passen sich sehr schnell an die unterschiedlichen Naturräume an.

Was alle Tiere jedoch gemeinsam haben, ist das Insektenreichtum, welches in der Nähe eines jeden Quartiers vorhanden ist. Der folgende Artikel befasst sich daher mit den verschiedenen Lebensräume von Fledermäusen.

Die unterschiedlichen Lebensräume von Fledermäusen

Fledermäuse, die in Europa beheimatet sind, quartieren sich im Sommer, sowie im Winter ein. In der Regel sind sie nachtaktive Tiere und schlafen den Tag über. Auf der Suche nach Schlaf ziehen sie sich gerne in Felsspalten, Höhlen oder in Unterschlüpfe zurück.

Viele Menschen bauen eigens Unterschlüpfe für die kleinen Tiere, um ihnen so zu helfen. Die Fledermauskästen sind speziell an die Bedürfnisse der Fledermäuse angepasste Häuser, die ähnlich wie ein Vogelhaus an einem Baum angebracht werden können.

Einige Arten leben in Gruppen zusammen, andere wiederum sind Einzelgänger. Je nach Art zieht es eine Fledermaus in gewisse Regionen.

Manche bevorzugen Gewässer oder Höhlen, andere wiederum Wälder. Ein ausschlaggebender Punkt ist jedoch das Vorhandensein von Futter in den jeweiligen Gebieten.

Allgemeines über Wald- und Hausfledermäuse

Diese Arten sind vor allem in der Nähe von Biotopen mit einem hohen Insektenvorkommen vorzufinden. Unter anderem zählen zu solchen Räumen auch Parks, Hecken, Laubwälder, Gärten, sowie Gewässer. Aufgrund der hohen Artenvielfalt der Pflanzen in diesen Gebieten ist das eine ausgezeichnete Bedingung für das vermehrte Vorkommen von Insekten.

Diese Naturreichen Lebensräume sind daher ideal als Jagdreviere für Fledermäuse.

Waldfledermäuse

Fledermäuse – wie der sogenannte Abendsegler – werden vor allem in Baumhöhlen gefunden. Von Spechten gehämmerte Höhlen eignen sich ideal als Winterquartier. Auch Löcher im Totholz oder Rindenspalten können einen hervorragenden Lebensraum für diese Tiere bieten.

Aufgrund von öffentlichen Grünanlagen und der Forstwirtschaft ist der größte Anteil an Totholz über die Jahre hinweg jedoch stark gesunken. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die Lebensräume der Abendsegler aus.

Hausfledermäuse

Diese Tiere schlagen ihre Quartiere gerne in und rund um Gebäude auf. Vor allem warm und nicht benutzte Dachböden sind für diese Tiere ideal. Auch ziehen sie gerne ihre Quartiere hinter Wänden und Fensterläden auf, da sich diese sehr gut als Versteck eignen. Zwergfledermäuse gehören unter anderem zu dieser Art, da sie an diesen Orten ihre Jungen aufziehen.

Die Zwergfledermaus

Diese Fledermausart ist vor allem in Europa sehr weit verbreitet. Sie jagen vorzugsweise bei Vegetationsstrukturen. Diese Art ist dafür bekannt, dass sie ihre Jagdräume über einen längeren Zeitraum hinweg abfliegen, um so ihre Beute zu jagen.

Im Gegensatz zu anderen lichtscheuen Fledermäusen, jagen Zwergfledermäuse auch bei Straßenbeleuchtungen und in Wohnsiedlungsbereichen.

Die meisten Jagdgebiete liegen meist in einer geringen Entfernung zu den eigenen Quartieren.

Fledermäuse im Winter

In den kühlen Wintermonaten suchen diese Tiere für ihren Winterschlaf einen Unterschlupf in frostsicheren Bunkern, Keller oder Höhlen. Vor allem tiefe Spalten und Ritze in Höhlen sind bei den Tieren sehr beliebt, da sie dort ungestört ihren Winterschlaf halten können. Eine hohe Luftfeuchtigkeit, sowie Ruhe ist bei solchen Verstecken sehr wichtig.

Winterschlafquartiere müssen kühl, aber auch frostfrei sein. Fledermäuse sollten jedoch während des Winterschlafes unter keinen Umständen aufgeweckt werden. Ihr Körper verbraucht nämlich sonst die Energie, die sie nach den kalten Monaten benötigen, was sich verheerend auswirken kann.

Während des Winterschlafes verändert sich der Stoffwechsel dieser Tiere dramatisch und somit sinkt auch die Körpertemperatur.


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